Ich bin Asche

In meinem Leben geht es gerade drunter und drüber. Alles um mich herum dreht sich so schnell und ich fühle mich wie in einem Ball, in dem Zeit und Raum und Gefühle und Termine in einer Masse verschmelzen. Ob es mir gut geht? Nein! Aber ich versuche es so sehr. Ich versuche es für mich, weil ich es verdient habe, dass es mir gut geht. Und diesen Schritt habe ich so plötzlich gemacht, obwohl das ein riesen Schritt ist. Aber es war eine "Friss oder Stirb"- Situation. Ich hatte keine Wahl.

Ich bin die einzige Person die das Recht hat, mich auf den Boden zu zwingen. Also stehe ich hier, verwundet wie noch nie. Ein Häufchen blutverschmierte Seelen-Fetzen und obwohl ich gefühlt plötzlich zwanzig Jahre älter bin, habe ich auch zwanzig Jahre an Weisheit gewonnen. Und ich werde blühen, ich werde ein bunter Garten sein. Denn bekanntlich ist Asche ein guter Dünger und verbrannt bin ich bereits. Gerade regnet es, aber sobald die Sonne in mir scheinen wird, werden auch alle Pflanzen in mir aufgehen. Daran glaube ich und dieser Glaube ist es, was mich weiter antreibt. Ich werde es schaffen, ich werde glücklich sein. Wie ich das mache oder wo mein Weg lang geht wird sich schon noch zeigen. Ich lasse mich treiben und hoffe einfach auf den Zufall und darauf, dass das Universum weiß, wo ich hingehöre. 

 

 

Und während ich da sitze, und heule und krampfe und Panik habe,

drücke ich meine Augenlider so fest zusammen, 

dass ich immer wieder kleine Blitze vor meinen inneren Augen sehe. 

Und ich denke an Formeln, Integrale, Flächen 

Vektoren und Winkelfunktionen. 

Ich will eine Lösung finden; will das Problem lösen .

Aber da gibt es keine Lösung. Ich fühle mich wie zwischen den Galaxien gefangen .

Ich bin im nichts, in der Leere. Ich bin in meiner Leere.

Und dann dazwischen 

immer wieder du. Nein, nicht du. 

Deine Anwesenheit. Es erschlägt mich so schnell und unerwartet wie ein riesen Komet.

Ein Kometenregen. 

Ich taumle und ich habe keinen Halt. 

Bis ich auf ein neues Objekt stoße, werde ich weitertrudeln.

Ohne Reibung dreht es mich durch die dunklen Seiten meiner Seele 

aber ich weiß, dass es in diesem Raum, in diesem Universum

eine Masse existiert, die mich bremsen wird.

Etwas, dass mich aufnimmt, irgendwo wo ich hingehöre. 

Ein zu Hause.  

 

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